Kreditkarte mit Cashback 2026: Die besten Karten in Deutschland
Echte Cashback-Kreditkarten sind in Deutschland selten. Wir vergleichen Amazon Visa und PAYBACK American Express mit kostenlosen Alternativen und rechnen nach, was zurückkommt.
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- Welche Kreditkarte hat das beste Cashback?
- Amazon Visa: für wen sich die Karte lohnt
- PAYBACK American Express: Punkte statt Prozent
- Wie viel Cashback kommt wirklich zurück?
- Die Kosten, die Cashback zunichtemachen
- Wie werden die Prämien gutgeschrieben?
- Zwei Karten statt einer: die sinnvolle Kombination
- Cashback oder Meilen und Punkte?
- Rechenbeispiel: ein Jahr mit typischen Ausgaben
- So wählen Sie die passende Cashback-Karte in 5 Schritten
- Braucht man für eine Cashback-Karte eine gute Schufa?
Die beste Kreditkarte mit Cashback ist 2026 für die meisten Menschen in Deutschland die Amazon Visa: keine Jahresgebühr, 1 Prozent zurück in Punkten bei Amazon.de und 0,5 Prozent bei anderen Einkäufen. Wer PAYBACK nutzt, bekommt mit der kostenlosen PAYBACK American Express Karte einen Punkt je 3 Euro Umsatz.
Alle Konditionen in diesem Ratgeber haben wir im September 2026 auf den Seiten der Anbieter geprüft. Prämienprogramme ändern sich häufig; wo keine offizielle Angabe vorlag, steht „beim Anbieter prüfen“.
Welche Kreditkarte hat das beste Cashback?
Anders als in den USA oder in Brasilien gibt es in Deutschland nur wenige Kreditkarten, die einen festen Prozentsatz der Umsätze zurückzahlen. Die meisten kostenlosen Karten punkten mit gebührenfreiem Bezahlen im Ausland, nicht mit Prämien. Die Tabelle zeigt, was die bekanntesten Karten tatsächlich zurückgeben. Weitere Karten finden Sie im Kreditkarten-Ranking für Deutschland.
| Karte | Jahresgebühr | Rückvergütung | Fremdwährung | Rückzahlung |
|---|---|---|---|---|
| Amazon Visa (Zinia, Santander-Gruppe) | 0 Euro | 1 % in Punkten bei Amazon.de, 0,5 % anderswo; für Prime-Mitglieder 2 % bei Amazon.de an ausgewählten Aktionstagen | Beim Anbieter prüfen | Voll- oder Teilzahlung, jederzeit wählbar |
| PAYBACK American Express | 0 Euro dauerhaft | 1 PAYBACK Punkt je 3 Euro, bei PAYBACK-Partnern zusätzlich zu den Partnerpunkten; 1.000 Punkte entsprechen etwa 10 Euro | 2 % | Monatliche Abbuchung in voller Höhe |
| easybank Visa (ehemals Barclays Visa) | 0 Euro | Kein Cashback | Gebührenfrei | Teilzahlung möglich, Sollzins 19,39 % p. a., effektiv 21,21 %; bis zu 59 Tage zinsfrei bei voller Zahlung |
| Hanseatic Bank GenialCard | 0 Euro | Kein Cashback | Gebührenfrei | Standard 3 % des Saldos, mindestens 20 Euro; Sollzins 18,30 % p. a., effektiv 19,92 % |
| Bank Norwegian Visa | 0 Euro | Kein Cashback-Programm angegeben | Gebührenfrei | Ratenzahlung mit Sollzins 21,99 % p. a., effektiv 24,4 % |
Amazon Visa: für wen sich die Karte lohnt
Die Amazon Visa wird in Zusammenarbeit mit der Santander-Gruppe über deren Marke Zinia herausgegeben. Laut Amazon fällt keine Jahresgebühr an. Die Punkte gibt es als Prozentsatz des Umsatzes: 1 Prozent bei Amazon.de und 0,5 Prozent bei allen anderen Einkäufen. Prime-Mitglieder erhalten an ausgewählten Aktionstagen, etwa zum Prime Day, 2 Prozent bei Amazon.de.
Die Karte ist damit vor allem für Menschen interessant, die regelmäßig bei Amazon bestellen. Wer selten dort einkauft, bekommt 0,5 Prozent, was immer noch mehr ist als bei den meisten kostenlosen Karten. Wichtig: Laut Amazon können Sie jederzeit zwischen Voll- und Teilzahlung wählen. Stellen Sie direkt nach Erhalt auf Vollzahlung um, sonst fallen auf den offenen Betrag Zinsen an. Die aktuellen Zinssätze und Auslandsgebühren sollten Sie beim Anbieter prüfen.
PAYBACK American Express: Punkte statt Prozent
Die PAYBACK American Express Karte ist dauerhaft ohne Jahresgebühr. Sie bringt einen PAYBACK Punkt je 3 Euro Umsatz überall dort, wo American Express akzeptiert wird. Bei PAYBACK-Partnern kommen die Kartenpunkte zu den normalen Partnerpunkten hinzu. Laut American Express entsprechen 1.000 Punkte etwa 10 Euro, die Rückvergütung außerhalb der Partner liegt also bei rund 0,33 Prozent.
Zwei Punkte sollten Sie kennen. Erstens bucht die Karte die Rechnung monatlich in voller Höhe ab; Teilzahlung ist nicht vorgesehen, was vor Zinskosten schützt. Zweitens kostet der Einsatz in Fremdwährung 2 Prozent, Bargeld 4 Prozent, mindestens 5 Euro. Im Ausland ist die Karte daher ungeeignet. American Express kündigt zudem an, dass das bisherige Programm PAYBACK MAX am 13. Oktober 2026 in PAYBACK American Express PLUS übergeht, mit 2 Punkten je 3 Euro Umsatz. Die Konditionen dafür, auch eine mögliche Gebühr, sollten Sie beim Anbieter prüfen.
Wie viel Cashback kommt wirklich zurück?
Ein Rechenbeispiel mit 1.000 Euro Kartenumsatz im Monat, davon nichts bei Amazon und nichts im Ausland:
- Amazon Visa mit 0,5 Prozent: 5 Euro im Monat, 60 Euro im Jahr.
- PAYBACK American Express mit einem Punkt je 3 Euro: rund 333 Punkte im Monat, also etwa 3,33 Euro, rund 40 Euro im Jahr.
- easybank Visa, GenialCard oder Bank Norwegian: 0 Euro, dafür keine Auslandsgebühren.
Kaufen Sie zusätzlich für 300 Euro im Monat bei Amazon.de ein, bringt die Amazon Visa darauf weitere 3 Euro im Monat. Das zeigt: Cashback in Deutschland ist ein netter Bonus, aber keine große Einnahmequelle. Entscheidend ist, dass keine Kosten die Prämie auffressen.
Die Kosten, die Cashback zunichtemachen
Die größte Gefahr ist die Teilzahlung. Bleibt ein Saldo von 1.000 Euro dauerhaft offen, kosten Zinsen um 20 Prozent effektiv grob 200 Euro im Jahr, ein Vielfaches jeder Rückvergütung. Viele kostenlose Karten sind als Revolving-Karte mit voreingestellter Teilzahlung ausgestaltet. Bei der easybank Visa ist die automatische Vollzahlung per Lastschrift laut Anbieter mit einer monatlichen Gebühr verbunden; Details beim Anbieter prüfen. Wie sich Charge-, Debit- und Revolving-Karten unterscheiden, erklärt unser Ratgeber zum Unterschied zwischen Charge-, Debit- und Kreditkarte.
Die zweite Kostenfalle sind Fremdwährungsgebühren. 2 Prozent Auslandseinsatz bei der PAYBACK American Express übersteigen die Rückvergütung deutlich. Für Reisen ist eine Karte ohne Auslandsgebühr die bessere Wahl, siehe unsere beste Reisekreditkarte.
Wie werden die Prämien gutgeschrieben?
Bei beiden Karten kommt die Rückvergütung nicht als Überweisung aufs Girokonto, sondern als Punkte. Die Amazon-Punkte werden laut Amazon als Prozentsatz des Umsatzes gutgeschrieben und bei Amazon eingesetzt; wie genau und in welchem Wert, sollten Sie in den Bedingungen beim Anbieter prüfen. Die PAYBACK Punkte landen auf Ihrem PAYBACK-Konto und lassen sich über die Prämienwege von PAYBACK einlösen. American Express nennt als Richtwert, dass 1.000 Punkte etwa 10 Euro entsprechen.
Neukunden der PAYBACK American Express erhalten laut American Express 1.000 Extra-Punkte, etwa vier Wochen nach Ausstellung der Karte. Das gilt nur, wenn Sie das Produkt in den 18 Monaten davor nicht hatten.
Zwei Karten statt einer: die sinnvolle Kombination
Keine einzelne Karte deckt in Deutschland alles ab. Eine bewährte Aufteilung sieht so aus:
- Alltag im Inland: die Cashback-Karte, also Amazon Visa oder PAYBACK American Express, jeweils mit voller monatlicher Zahlung.
- Reisen und Fremdwährung: eine kostenlose Visa oder Mastercard ohne Auslandsgebühr, etwa die easybank Visa oder die GenialCard, ebenfalls auf Vollzahlung gestellt.
So vermeiden Sie die 2 Prozent Fremdwährungsgebühr der PAYBACK American Express und haben eine Visa oder Mastercard für Geschäfte, die keine American Express akzeptieren. Achten Sie aber darauf, nicht zu viele Karten auf einmal zu beantragen, weil jede Anfrage in Ihre Bonität einfließen kann.
Cashback oder Meilen und Punkte?
Premiumkarten wie die American Express Platinum sammeln einen Membership-Rewards-Punkt je Euro, die Miles & More Gold Credit Card eine Meile je 2 Euro Umsatz. Beide kosten aber Jahresgebühr: 720 Euro bei der Platinum, 138 Euro bei der Miles & More Gold. Punkte und Meilen lohnen sich nur für Vielreisende, die sie gezielt für Flüge oder Upgrades einsetzen. Wer einfach etwas zurückbekommen möchte, fährt mit einer kostenlosen Cashback-Karte besser.
Rechenbeispiel: ein Jahr mit typischen Ausgaben
Angenommen, ein Haushalt zahlt monatlich 150 Euro bei Amazon.de und 1.200 Euro bei anderen Händlern mit Karte. Dazu kommen zwei Urlaube außerhalb des Euroraums mit zusammen 1.000 Euro Kartenumsatz in Fremdwährung.
- Amazon Visa: 1 Prozent auf 150 Euro sind 1,50 Euro, 0,5 Prozent auf 1.200 Euro sind 6 Euro. Zusammen 7,50 Euro im Monat oder 90 Euro im Jahr. Die Kosten im Ausland sollten Sie beim Anbieter prüfen.
- PAYBACK American Express: 1.350 Euro Umsatz ergeben 450 Punkte im Monat, also etwa 4,50 Euro oder 54 Euro im Jahr, zuzüglich der normalen Punkte bei PAYBACK-Partnern. Für die 1.000 Euro im Ausland fallen allerdings 20 Euro Fremdwährungsgebühr an.
- Kombination: Wer im Urlaub eine Karte ohne Auslandsgebühr nutzt, behält die volle Prämie und spart die 20 Euro.
Das Beispiel zeigt, dass die Wahl der Karte für Auslandsumsätze fast so viel ausmacht wie die Prämie selbst. Die tatsächlichen Werte hängen von Ihren eigenen Umsätzen ab.
So wählen Sie die passende Cashback-Karte in 5 Schritten
- Umsätze sortieren: Wie viel geben Sie monatlich bei Amazon, bei PAYBACK-Partnern und sonst aus?
- Rückvergütung ausrechnen: Multiplizieren Sie jeden Block mit dem Satz der jeweiligen Karte.
- Kosten abziehen: Jahresgebühr, Auslandseinsatz und mögliche Gebühren für die Vollzahlung.
- Rückzahlung prüfen: Stellen Sie sicher, dass die Karte auf Vollzahlung läuft, bevor Sie den ersten Umsatz machen.
- Zweitkarte ergänzen: Für Reisen eine Visa oder Mastercard ohne Auslandsgebühr, da American Express nicht überall akzeptiert wird.
Braucht man für eine Cashback-Karte eine gute Schufa?
Ja, Amazon Visa und PAYBACK American Express sind echte Kreditkarten mit Bonitätsprüfung. Ist Ihre Schufa angeschlagen, lesen Sie zuerst unseren Ratgeber Schufa-Score verbessern oder den Überblick zur Kreditkarte ohne Schufa. Weitere kostenlose Karten finden Sie in unserer Liste der kostenlosen Kreditkarten.
Frequently asked questions
Welche Kreditkarte hat das beste Cashback in Deutschland?
Für die meisten ist es die Amazon Visa: keine Jahresgebühr, 1 Prozent zurück in Punkten bei Amazon.de und 0,5 Prozent bei anderen Einkäufen (Stand September 2026). PAYBACK-Sammler erhalten mit der kostenlosen PAYBACK American Express einen Punkt je 3 Euro.
Gibt es eine kostenlose Kreditkarte mit Cashback?
Ja. Die Amazon Visa und die PAYBACK American Express Karte haben laut Anbieter keine Jahresgebühr. Die meisten anderen kostenlosen Karten wie die easybank Visa oder die GenialCard bieten dagegen kein Cashback.
Wie viel ist ein PAYBACK Punkt wert?
Laut American Express entsprechen 1.000 PAYBACK Punkte etwa 10 Euro, also rund ein Cent pro Punkt. Mit einem Punkt je 3 Euro Umsatz ergibt das etwa 0,33 Prozent Rückvergütung.
Lohnt sich die PAYBACK American Express im Ausland?
Nein. Für Umsätze in Fremdwährung berechnet American Express 2 Prozent, für Bargeld 4 Prozent, mindestens 5 Euro. Das übersteigt die Rückvergütung. Nutzen Sie im Ausland eine Karte ohne Fremdwährungsgebühr.
Warum bieten deutsche Kreditkarten so wenig Cashback?
Viele kostenlose Karten finanzieren sich über Zinsen aus der Teilzahlung und konkurrieren über gebührenfreies Bezahlen im Ausland statt über Prämien. Echte Cashback-Karten sind deshalb die Ausnahme.
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